Daumen-Zwischenbericht

So, ihr Lieben, erst einmal herzlichen Dank für eure anteilnehmenden Kommentare beim letzten Eintrag. Gut ist es mit der Entzündung im Daumen noch immer nicht, wenn auch mittlerweile ein bissel besser. Es geht ein bisschen auf und ab damit. An manchen Tagen denke ich, wow, ich merke ja kaum noch was. Am nächsten Tag spannts dann wieder wie verrückt.
Ha …

Heute nun war ich endlich zu einem Gespräch beim Chirurgen, zu dem mein Hausarzt mich geschickt hat.

Vorweg:
Von DEM Typen werde ich mich NIE operieren lassen. Der mag offenbar keine „mündigen“ Patienten, und jede Frage ist ihm lästig. Nagel ab und fertig. Eventuell – falls ich das auf keinen Fall wolle – auch nur die Nagelseiten + das Gewebe, das den Nagel wachsen lässt. Aber ab muss irgendwas, sagt er, obwohl ich jetzt schon des öfteren von Betroffenen gehört habe, dass man das heute gar nicht mehr macht, weil es neuen Infektionen eine viel zu große Eintrittspforte liefert. Aber eine andere Lösung ohne Nagel-ab hatte er nicht zu bieten. Nur die Eiterbeule aufschneiden – das würde nicht reichen.
Nee, ein muffeliger, unfreundlicher und schon gar nicht partnerschaftlich mit einem kommunizierender Mensch, der gern noch den „Halbgott in weiß“ spielt.
Da hab ich kein Vertrauen zu …

Anschließend war ich noch bei einer Hautärztin im gleichen Ärztehaus, weil ich wissen wollte, ob ich ein Problem mit Nagelpilz habe, wie mein Hausarzt vermutet.
Die war nun wieder sehr nett und freundlich, und sie fand: Pilz wohl eher nicht.
Vielmehr scheine es so zu sein, dass ich eine genetische Veranlagung dazu habe, dass meine Nägel sich an den Seiten eindrehen, und dass auf diese Weise eine Nagelbettentzündung leider immer wieder sehr wahrscheinlich sei, da die Nägel ja ständig ins Fleisch wachsen.
Schit aber auch!
Es sieht nicht nur höchst bescheiden aus, es nervt total.

Antibiotisch sei das Ganze ausgereizt, meinte sie. Deshalb hat sie mir nun eine Salbe verschrieben (Fucicort Creme), die mir – so hofft sie mit mir – dazu verhelfen könnte, um eine OP herumzukommen und bestens gegen chronische Nagelbettentzündung helfen soll.

Tja, da muss ich nun weiter kräftig cremen und hoffen, dass die verdammte Entzündung irgendwann endlich abklingt … *seufz*

4 Kommentare

  1. Du Arme! Drücke dir auch weiterhin „meine“ Daumen und rate dir, salbe deine wirklich gründlich. Und probiere doch auch Arnikatropfen oder Kügelchen zusätzlich (Spagyros), diese beschleunigen den Heilungsprozess. Bei sämtlichen OPs in der Familie oder Freundeskreis werden diese benutzt. Kürzlich im Spital, als meine Tochter nach einem Unfall auf der Gynäkologie lag (mangels Bett in der Chirurgie), wurden diese auch von den Schwestern verabreicht. Also ist es kein „Humbug“, und es ist auch kein Placebo….Alles ausprobieren um die Op wenn möglich zu umgehen. Wenn’s dann doch sein muss, suche dir jemanden der dir sympathisch ist. Eine positive Einstellung dem Chirurgen gegenüber ist auch „hilfreich“ in gewissem Sinne. Viel Glück!

  2. Die Zehennagel-OPs sind etwa acht und 18 Jahre her. Mal war`s der eine große Onkel, beim nächsten Mal der andere. Es wurde beide Male der Wildfleischwuchs entfernt sowie etwa 1/4 des Nagels in Längsrichtung (wenn man beim Kürzen der Nägel von der Quere spricht), sodass er sich nicht mehr in das Fleisch eingraben konnte. Die Nägel sind nun also nicht mehr ganz so breit wie ursprünglich, aber damit kann ich prima leben. Die Zeit der Vereiterung und Warten auf OP-Termin war auf jeden Fall schmerzhafter und qualvoller als der unter örtlicher Betäubung durchgeführte Eingriff. Ich empfand den Heilungsprozess beide Male nur als ausgesprochene Erleichterung. Gruß Helga

  3. Hat man dir bei deiner OP denn auch den Nagel herausgenommen, Heidi – oder zumindest die jeweiligen Seiten des Nagels?
    Wie lange sind deine OP(s) denn schon her? Und ist es wirklich nachhaltig gut geworden?
    Wachsen diese Nägel oder Nagelteile denn dann nach?
    Du siehst, ich bin extrem neugierig, was das alles betrifft. 😉

    Bäder mit Thymianzweigen und Salbeiblättern hab ich übrigens schon ein paar Mal gemacht, das wächst zum Glück ja noch in unserem Garten, aber so ganz viel hat es offenbar nicht gebracht. Doch ich werds einfach noch ein paar Mal versuchen. Geschadet hat es ja auch nicht.

    Gruß – Ulrike

  4. Ich hatte den Anfang der „Geschichte“ nicht mitbekommen. Deshalb ein kleiner Tipp von mir: Zur Unterstützung der Salbe könntest du den Daumen auf jeden Fall in Salbei-Thymian-Aufguss baden. Mehrere Zweige Thymian und etliche Salbeiblätter mit 1/2 l kochendem Wasser übergießen, ziehen lassen und kalt für Bad oder Umschlag verwenden. Das wirkt desinfizierend und öffnet eventuell die Beule, damit der Eiter ablaufen kann. Ich selbst hatte zweimal mit eingewachsenen Zehennägeln das „Vergnügen“. Notgedrungen(weil der Schmerz unerträglich wurde) habe ich das operieren lassen. Seitdem ist Ruhe. Gute Besserung! Helga

    Helgas letzter Blogeintrag: Schmetterlinge im Garten

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