Spinnen-Kinderstube

So, nun hat Mama Spinne aber so richtig was zu tun.

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Wenn man genau hinschaut, kann man sogar schon sehen, dass die kleinen Enoplognatha lineata-Spinnchen helle Leiber wie die Mama haben.

Einen Sack Flöhe … äh, Spinnchen hüten … 😉

Vermutlich haben die sich bald im gesamten Toilettenraum verteilt.
Dann ist aber irgendwann Schluss mit lustig.
Vielleicht setz ich die Familie aber auch nach draußen. Noch ist es ja nicht zu kalt dort.
Doch so brutal mag ich im Moment noch nicht sein, ein kleines Bisschen Kinderstube gönne ich ihnen lieber noch …

Ich bin einfach fasziniert davon, wie rührend sich eine Spinnenmutter um ihren Nachwuchs kümmert. Anstatt ihre Eier irgendwo abzulegen und dann weiter ihres Weges zu gehen, hat sie die ganze Zeit geduldig bei ihnen ausgeharrt und nichts gefressen, und auch jetzt ist sie weiter bei ihnen, frisst noch immer nichts und passt auf sie auf.
Ist das nicht toll?
Ich hab zwar des öfteren hier schon Spinnen-Kokons gesehen, aber nie saß eine Spinne dabei und passte darauf auf. Die Enoplognatha lineata scheint etwas ganz Besonderes zu sein.

Ja, ja, ansonsten bin ich auch nicht so begeistert von Spinnen im Haus, Johanna . Ekle mich zwar nicht davor, bin jedoch manchmal genervt, besonders wenn sie sehr groß sind.
Heute Morgen hatten wir hier übrigens so ein Viech in einem anderen Raum. Riesig, bestimmt 4-5cm von Bein-Ende zu Bein-Ende! Emma hats zur Strecke gebracht. Mit der Pfote. *g*
Und vor allem nerven mich die Spinngewebe im Haus. Da bei uns jedoch im Sommer die Tür zum Garten ständig offen steht, kann mans nicht verhindern.

Aber DIESE Spinne fand ich einfach nur wunderschön. 😉

Wir sollten ihr einen Namen geben.
Will jemand einen Vorschlag machen?

5 Kommentare

  1. Ulrike

    31. August 2008 at 15:08

    Danke für die Aufklärung, Sisah!
    Auf Leute mit Fachwissen wie dich ist Verlass. 😉

    Bin gespannt, ob die Kleinen auch „meine“ Spinnenmama hier irgendwann verspeisen werden …

    Ach, Kalle, wie gesagt: Mir machen kribbelnde Spinnen nix aus. Und so schöne Exemplare schon mal gar nicht. Außerdem sind sie doch recht klein – also auch im Erwachsenenalter, meine ich … 😉

  2. Hi Ulrike,

    fazinierend ist diese Kinderstube, doch mir würde es zu sehr kribbeln, und der Gedanke, dass sich dann überall ausbreiten….lieber draussen in der Natur, oder im Garten in einer Scheune…,

    schönen Sonntag, Kalle

    kalles letzter Blogeintrag: Wort zum Sonntag

  3. Wow das sieht ja interessant aus. Sowas habe ich auch noch nie gesehen. 🙂
    Liebe Grüße,
    Maja

  4. Habe durch deinen interessanten Foto-Bericht und den Kommentar von Sisah wieder Neues gelernt. Danke!
    Schönen Sonntag und liebe Grüsse, Barbara

    Barbaras letzter Blogeintrag: Das war… August / This was… August

  5. Toll so etwas beobachten zu können.Aber wie Du schreibst, ist die Spinne anscheinend wirklich etwas Besonderes.Brutpflege gibt es bei Wirbellosen ja eher selten, und wie ich gelesen habe, geht die Brutpflege über das Aufpassen hinaus, Ulinne. Mein Spinnenbuch sagt, dass die Jungspinnen zunächst von der Spinnenmutter mit vorverdauter, flüssiger Nahrung von Mund-zu-Mund gefüttert werden, später soll sie dann Kleininsekten fangen und diese dann den Kleinspinnen zum Fraß vorlegen.Und ganz zum Schluss lässt die aufopferungsvolle Mamma sich nach ihrem Tod auch noch von ihrer eigenen Brut auffressen!
    LG
    Sisa

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